22.06.2009
Lucio droht Bayern mit Abschied - Pranjic kommt
München (dpa) - Der Wirbel um Franck Ribéry hat sich gelegt, doch dem FC Bayern München droht neue Unruhe. Mit Verärgerung hat Abwehrchef Lucio auf Spekulationen reagiert, wonach der neue Trainer Louis van Louis van Gaal in der kommenden Saison nicht mehr mit ihm plane.Bild vergrößern«Ich will bleiben. Aber wenn der Coach denkt, andere seien besser, spiele ich keine Sekunde mehr für Bayern», sagte der Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft in einem Interview mit der Münchner «tz».Die Bayern gaben derweil den sechsten Neuzugang bekannt. Der kroatische Nationalspieler Danijel Pranjic vom niederländischen Erstligaclub SC Heerenveen wechselt für angeblich zehn Millionen Euro nach München und erhält einen bis 30. Juni 2012 datierten Dreijahres-Vertrag.Während die lange Zeit fragliche Verpflichtung von Pranjic in trockenen Tüchern ist, droht Lucio neun Tage vor dem Trainingsauftakt beim Rekordmeister mit seinem vorzeitigen Abschied aus München. «Wenn Bayern mich nicht mehr möchte, werden wir eben meinen Vertrag früher auflösen. Dann wechsle ich problemlos zu einen anderen Verein. Mit Sicherheit kann man mich woanders gut gebrauchen», sagte der derzeit beim Confederations Cup in Südafrika beschäftigte 31-Jährige, dessen Vertrag bei Bayern noch bis Saisonende 2010 läuft.Die «Bild am Sonntag» hatte den Innenverteidiger auf die Streichliste gesetzt. Der offensivfreudige Abwehrrecke, der seit 2004 das Bayerntrikot trägt, soll bei van Gaal nicht mehr erste Wahl sein. Der holländische Coach hatte die Verpflichtung seines Wunschspielers und Landsmannes Edson Braafheid vorangetrieben. Der Zwei-Millionen-Einkauf von Twente Enschede ist exakt auf Lucios
Position einsetzbar und beim Dienstbeginn am 1. Juli zur Stelle, während der Brasilianer erst am 16. Juli ins Training einsteigen kann.Für die angeblichen Zweifel an seinen Qualitäten hat Lucio kein Verständnis. «Ich habe da ein paar Sachen gehört. Sobald ich in Brasilien bin, werde ich mich mit meinem Berater austauschen», sagte der Spielführer der «Selecao» und forderte von den Bayern-Bossen schnelle Aufklärung über ihre Zukunftspläne: «Sollten sie so über mich denken, wäre es besser, Sie würden frühzeitig mit mir reden.»Klarheit herrscht hingegen bei Andreas Ottl, Christan Lell, José Ernest Sosa, Breno und Tim Borowski - sie spielen in van Gaals Konzept keine Rolle mehr und dürfen sich einen neuen Arbeitgeber suchen. Mittelfeldspieler Ottl wird mit Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg in Verbindung gebracht, doch der «Club» hat kein Geld mehr für weitere neue Spieler. Borowski liebäugelt mit einer Rückkehr zu Werder Bremen. «Für Tim wäre das eine interessante Geschichte», sagte Borowskis Berater Jörg Neubauer in der «Kreiszeitung Syke».Mit dem 22-fachen kroatischen Auswahlspieler Pranjic, der für Heerenveen in der letzten Saison 16 Tore erzielte, steht Trainer van Gaal ein Mann fürs linke Mittelfeld zur Verfügung. «Er stand auf der Wunschliste unseres neuen Trainers ganz oben», sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Am Montag hatte sich der Bayern-Vorstand mit Vertretern aus Heerenveen auf den Transfer geeinigt. Pranjic ist nach Mario Gomez, Anatoli Timoschtschuk, Ivica Olic, Alexander Baumjohann und Braafheid der sechste Neuzugang. Bayern-Interesse besteht noch an Rechtsverteidiger Joé Bosingwa von Michael Ballacks Londoner Club .Drei Bundesliga-Clubs beenden Sommerpause
Düsseldorf (dpa) - Der Meister geht voran. Als erstes Spitzenteam hat der VfL Wolfsburg mit der Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison begonnen. Knapp einen Monat nach dem überraschenden Titelgewinn bat Fußball-Lehrer Armin Veh seine Schützlinge zum Aufgalopp.Bild vergrößern«Ich bin überzeugt, dass wir auch nächste Saison oben mitspielen werden. Es wird aber schwer, den Titel zu wiederholen», sagte Veh, der das Erbe von Erfolgstrainer Felix Magath antrat. Neben den Wolfsburgern beendeten auch Borussia Mönchengladbach mit Meyer-Nachfolger Michael Frontzeck und Aufsteiger SC Freiburg am 22. Juni die Sommerpause.Weder die neuen Trainer Veh und Frontzeck noch die Neuzugänge, sondern zwei wechselwillige Profis standen beim Trainingsbeginn ihrer Clubs im Mittelpunkt des Interesses. Obwohl der Wolfsburger Torjäger Edin Dzeko und der Gladbacher Angreifer Marko Marin noch fehlten, wurde intensiv über deren Zukunft diskutiert. So erteilte Wolfsburg-Coach Veh dem von Dzeko ins Auge gefassten Wechsel zum AC Mailand eine Absage: «Ich bin nicht gesprächsbereit für einen Wechsel. Wir werden Dzeko nicht verkaufen. Es wäre das Dümmste, wenn wir unseren Besten abgeben würden.» Wie die anderen Nationalspieler des Clubs genießt der mit 26 Toren zweitbeste Bundesliga-Torjäger der vorigen Saison, für den die Mailander angeblich zwischen 20 und 30 Millionen Euro bieten, noch einen längeren Urlaub.Dagegen sind die Gladbacher einem Verkauf von Marin nicht abgeneigt. Allerdings steht die Einigung mit Bremen noch aus: Zu unterschiedlich sind die Vorstellungen beider Seiten über die Ablöse für den Dribbelkünstler, der zurzeit bei der
U-21-EM in Schweden weilt. «Wenn es die 8,5 Millionen Euro sind, die aus Bremen kolportiert werden, dann ist das eine vernünftige Basis», sagte Sportdirektor Max Eberl. Die von Werder genannten Zahlen seien keine Basis für weitere Verhandlungen. Wie die Vereinsführung pocht auch Trainer Frontzeck auf eine schnelle Lösung: «Marko hat mir gesagt, dass er gerne nach Bremen wechseln will. Nach der EM bekommt er 14 Tage Urlaub. Dann sollte die Sache vom Tisch sein.»Wolfsburgs Veh erwarten in den kommenden Tagen größere Umbauarbeiten. Immerhin 40 Profis stehen beim Meister derzeit unter Vertrag, doch der Fußball-Lehrer will nur mit 23 bis 26 Spielern arbeiten. Zudem suchen die Norddeutschen zur Verbesserung ihrer Champions-League-Reife noch einen dritten Top-Stürmer und einen linken Verteidiger. «Das ist eine andere Qualität als der UEFA-Cup», begründete Veh seinen Wunsch nach Verstärkungen.Dagegen muss sich Veh-Kollege Frontzeck mit bescheideneren Mitteln begnügen. Dennoch hofft er, von Abstiegssorgen verschont zu bleiben: «Wir wollen nicht wie im vergangenen Jahr wieder früh unten reinrutschen.» Große Hoffnungen ruhen auf den neuen Profis Marcel Meeuwis, Raúl Bobadilla und Thorben Marx.Am größten ist die Vorfreude auf die neue Saison bei Aufsteiger Freiburg. Ihren Einstand gaben Stefan Reisinger, Cedrick Makiadi, Du-Ri Cha, Mensur Mujdza und Torwart Manuel Salz. Über Zielvorgaben sprach Trainer Robin Dutt eher unwillig: «Das Minimalziel Klassenerhalt muss man eigentlich nicht thematisieren. Wir werden uns wohl eine Punktzahl vornehmen. Die Mannschaft werden wir bei diesem Thema wie im Vorjahr wieder mit einbeziehen.»Augen auf bei kurzfristigen Reisebuchungen im Internet
Viele Kurzentschlossene buchen in diesen Tagen ihren Sommerurlaub im Internet. Dabei ist Vergleichen wichtig, denn nicht jedes Angebot ist tatsächlich ein Schnäppchen. Auch die Sicherheit sollte nicht zu kurz kommen.Augen auf bei kurzfristigen Reisebuchungen im Internet - timparkinson, Flickr Bild vergrößernUm ihre Reisen jetzt noch an den Kunden zu bringen, werben viele Anbieter mit Rabatten und Sondertarifen. Doch oft kommen versteckte Kosten auf den Verbraucher zu. Bei Flugbuchungen werden zu Beginn des Buchungsvorgangs häufig nicht die Endpreise angezeigt. Zudem sind mitunter bei Zusatzoptionen Häkchen gesetzt, deren Übersehen beispielsweise zum Abschluss einer in manchen Fällen nicht benötigten Versicherung führt. Deshalb sollte bei der Reisebuchung sehr genau überprüft werden, welche Optionen ausgewählt sind.Last-Minute-Angebote galten noch vor einigen Jahren als die günstigsten Alternativen, doch diese Zeiten sind vorbei. Wer sich für ein bestimmtes Reiseziel interessiert, sollte
neben den Kurzfrist-Offerten eines Last-Minute-Anbieters die Angebote anderer Touristikunternehmen durchsuchen. Hierdurch können sich im Einzelfall je nach Reisedauer und Anzahl der Reisenden bis zu mehrere hundert Euro sparen lassen.Darüber hinaus rät die Verbraucherzentrale NRW, nicht jedem Online-Anbieter blind zu vertrauen. Weil bei der Buchung persönliche Daten übermittelt werden müssen, sollte die Internet-Verbindung verschlüsselt sein. Dies ist in der Adresszeile des Browsers an dem Eintrag "https" statt "http" zu erkennen; unten im Browser ist außerdem ein Schloss-Symbol zu sehen. Gebuchte Pauschalreisen sollten Kunden laut der Verbraucherschützer erst dann bezahlen, wenn der vorgeschriebene Sicherungsschein per E-Mail oder per Post eingetroffen ist. Außerdem ist es sinnvoll, sämtliche bei der Buchung im Web angezeigten Informationen auszudrucken, um bei späteren Umbuchungen oder Reklamationen einen Nachweis über die vereinbarten Eckdaten in der Hand zu haben.

